Die Göttin


Wann sie verehrt wurde und wo lässt sich in den Büchern über das Matriarchat nachlesen, deshalb verzichte ich hier auf eine Beschreibung. Vielmehr möchte ich darüber erzählen was die Göttin für mich bedeutet.

 

Sie ist die Allumfassende, die uns nährt und wiegt, als Greisin hält sie uns den Spiegel vor um uns zu Tode zu erschrecken, umgleich uns danach zu trösten und in ihrer sicheren Gegenwart zu halten während wir mit unseren Schatten kämpfen.

 

Sie ist die Mondin am Himmel die uns nachts nicht schlafen lässt weil ihr Anblick viel zu faszinierend ist um ihn zu verschlafen, sie ist der Morgentau unter unseren Sohlen wenn wir am Morgen von Litha andächtig durchs nasse Gras wandern um die Tropfen der Heilkraft aus den Blättern des Frauenmantels wie aus einem Kelch zu trinken.

 

Wenn wir hadern und zweifeln ist sie da und führt uns in ihre Zuversicht, wenn wir uns freuen pulst ihre Essenz heftig durch unseren Körper und wenn wir von Trauer überwältigt werden schirmt sie uns ab damit die Trauer ausgelebt werden kann, um uns danach erneuert und gestärkt daraus hervorgehen zu lassen.

 

Freuen wir uns an jedem Tag den sie uns schenkt, um in ihrer Obhut zu verweilen, sie verehren zu dürfen, an ihr zu wachsen denn sie wandelt alle/s die/das sie berührt.

 

Bringen wir die Göttin in ihren unzähligen Erscheinungsformen zurück in die Herzen der Menschen. Lassen wir unser Leben, welches sie uns geschenkt hat, von ihr durchdringen und verehren wir ihre Güte und Liebe täglich auf’s Neue. Wir erkennen sie in allem was beseelt ist denn die gesamte Natur trägt ihr Zeichen.

 
Sie ist noch vieles und noch viel mehr